Wer baut mir mein Haus?

Architektur Software

Die Hausplanung ist eine schwere Aufgabe. So wird über viel nachgedacht, über die Zimmeraufteilung, die Position der Fenster (bezüglich Lichteinfall) oder natürlich auch über die Sicherheit. Menschen die nichts mit all dem zu tun haben sind dabei auf fremde Hilfe angewiesen. Innenarchitekten, Statiker und Bauzeichner stehen dann mit Rat und Tat zur Seite. Das Problem: Das Koordinieren der einzelnen Dienstleister ist meist eine ebenfalls sehr große Aufgabe, vor allem wenn der fertige Plan dann endgültig ist.

Option Fertighaus

So gibt es zumindest noch die Option in einem Fertighaus-Center ein komplettes Haus zu kaufen. Daraufhin kommt ein Kran, setzt die vier Wände zusammen und fertig ist das Eigenheim. Okay, ganz so einfach ist es natürlich nicht, doch die Vorteile sind offensichtlich: Es ist einfacher, es ist schneller und es ist günstiger. Die Nachteile: Auf individuelle Wünsche kann nicht eingegangen werden. Zwar ist die Inneneinrichtung natürlich flexibel, doch die Aufteilung der Zimmer kann nicht verändert werden.

Zudem ist auch die Planung des gesamten Grundstücks eine Herausforderung. Es soll ja sicherlich auch ein Garten vorhanden sein. Wie also all diese Probleme unter einen Hut kriegen? Ein Architektenbüro liefert Ihnen die gewünschte Arbeit. Sie kümmern sich meist um alles: Den Grundriss des Hauses, die Gestaltung des Grundstücks und auch um die Planung der Einfahrt.

Die HOAI

Doch alles hat seinen Preis. Entsprechend ist nicht nur das Bauen an sich teuer, sondern schon die Planung. So verlangen Architekten ein Honorar, abhängig von den Kosten des Hauses. Das ähnelt der Bezahlung eines Maklers. Geht es um die Hausplanung sprechen wir von der sogenannten HOAI, der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure.

Diese HOAI hat neun Phasen, von der Grundlagenermittlung, über die Vorplanung, bis hin zur Objektüberwachung und der Objektbetreuung, beziehungsweise der Dokumentation. Jede Phase kann laut der Honorarordnung für Architekten anders abgerechnet werden. Es gelten also verschiedene Prozentsätze pro Phase, was das Ganze etwas kompliziert macht. Während die Beteiligung an der Objektüberwachung mit 32 Prozent am höchsten ist sind die Grundlagenermittlung und die Objektbetreuung mit nur 2 Prozent Anteil sehr gering.

Um das alles etwas zu veranschaulichen dient ein Beispiel: Sollten die Gesamtkosten für das Bauvorhaben ca. 286.000 Euro betragen, so belaufen sich die Architekten-Kosten auf ca. 25.000 Euro. Das ist eine Menge Holz. Natürlich ist die Arbeit eines Architekten erforderlich, doch die Mehrkosten sind enorm.

Kann ich auch selbst mein Haus planen?

So ist also eine logische Frage, ob man nicht einfach selbst ans Werke geht und die Hausplanung in Eigenregie übernimmt. Hierzu ist zu sagen, dass dies natürlich eine heikle Angelegenheit ist, da auf der Planung alle Baumaßnahmen beruhen. Doch mittlerweile gibt es doch für alles eine Software. Und genau das ist der Ansatz, der die Kosten für einen Architekten erheblich senken kann.

Denn mit einer entsprechenden Architekten-Software kann das Modell des Hauses ganz einfach „zusammengesetzt“ werden, während das Programm die nötigen Grundrisse und Zeichnungen übernimmt. Der eigene Software-Architekt leistet darüber hinaus nicht nur Grundrisserstellung nach deutschen Baustandards, sondern auch die Einrichtungsplanung, die Gartenplanung und eine automatische Dachkonstruktion. Sollte eine rein autarke Planung nicht gewünscht sein ist es zudem auch möglich, dass die Software einen Austausch mit einem Architekten ermöglicht, der Tipps und Tricks geben kann oder schlicht weg kontrollierend drüber schaut.

In Kooperation mit Sketchup können bereits fertige Objekte (Stühle, Tische, etc.) einfach ausgewählt und eingesetzt werden. Ob nun noch eine aufwendige Kostenkalkulation für einen Architekten notwendig sind? Entscheiden Sie selbst.

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