Wie sich Licht auf den Biorhythmus auswirkt

In unserem Artikel über die richtige Bürobeleuchtung sind wir zwar in ein paar Sätzen bereits auf das Thema eingegangen, doch die Farbe und Helligkeit des Lichts sind mit nur ein paar wenigen Worten nicht zu beschreiben. Deshalb wird im Folgenden auf die genaue Auswirkung des Lichts auf den menschlichen Biorhythmus eingegangen, welche sich auf unseren Alltag mehr bezieht als man zu glauben vermag.

 

Human Centric Lighting

Wie so ziemlich alles Moderne erhält natürlich auch die biologisch wirksame Beleuchtung einen imposant klingenden englischen Namen: Human Centric Lighting. Darunter versteht man also den richtigen Einsatz verschiedener Farbtemperaturen zu verschiedenen Tageszeiten. Smartphones beispielsweise nutzen diese Technik bereits seit ein paar Jahren, um die Helligkeit des Displays an die Tageszeit anzupassen.


„Night Shift“ heißt das meistens. Apple beschreibt die Funktion von Night Shift mit den Worten „Dies verbessert möglicherweise die Schlafqualität der Nutzer“- doch warum?

Um diese Frage beantworten zu können steigen wir zunächst in die entsprechende Einheit ein, die die Farbe des Lichtes beschreibt: Kelvin.


Kelvin beschreibt normalerweise die thermodynamische Temperaturskala. Einhergehend mit Grad Celsius sind dies die beiden Basiseinheiten der Temperaturmessung. Geläufig ist der Vergleich, dass 0 Grad Celsius 273,15 Kelvin entsprechen. Diese Maßeinheit wird nun auch verwendet, um die Farbtemperatur zu messen. Dadurch können Lichtquellen nach ihrer Lichttemperatur eingeordnet werden, was besonders für die Fotografie wichtig ist. Durch die Digitalisierung lässt sich jedoch auch die Helligkeit und Farbtemperatur eines Bildschirms gut ausdrücken und entsprechend beeinflussen.


So naturgetreu wie möglich

Als Anhaltspunkt für die richtige Beleuchtung im Zimmer dient der Himmel. Dieser hat überwiegend eine Farbtemperatur zwischen 5.000 und 10.000 Kelvin. Das ist logischerweise der Rahmen an einem wolkenfreien Tag. Somit sollten Räume, die auf Licht angewiesen sind in den Morgenstunden eine Lichtfarbe von 6.000 bis 8.000 Kelvin haben bei starker Leuchtkraft. Weißlicht mit höheren Blauanteilen imitiert die natürliche Einstrahlung am besten und durch den bläulichen Stich wird der Körper in Aktion versetzt. Es wird Cortisol freigesetzt, welches die Aufmerksamkeit steigert und die Organe aktiviert.


Morgen- und Abenddämmerung haben eine Farbtemperatur von ca. 3.000 Kelvin. Zusätzlich wird der bläuliche Touch durch einen eher rötlichen Stich ersetzt und die Leuchtkraft nimmt ab. Dies hängt mit dem Einfallswinkel der Sonne zusammen. Das Abendlicht setzt Melatonin im Körper frei, wodurch die vegetativen Prozesse im Organismus verlangsamt werden und ein Müdigkeitsgefühl eintritt.


Optimal wäre also dimmbares Licht und zudem leistungsstarke LEDs, am besten vom Profi für Beleuchtung im Internet. Dieser kann heutzutage Produkte anbieten, die beides können und zugleich sehr sparsam sind. Ansonsten lohnt sich in Arbeitsräumen der Einsatz von bläulichem Licht mehr, auch wenn die Kombination dabei unerreicht bleibt.

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