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Digitale Zeichnungen mit einem Grafiktablett

Digitale Zeichnungen mit einem Grafiktablett

 

Ein Grafiktablett, ein PC und ein Zeichenprogramm als Ersatz für Papier und Stift. Ob Bildbearbeitung, 3D-Modelle, Illustrationen, oder Zeichnen am PC, ein Grafiktablett (auch Zeichentablett) bietet ungemeine Möglichkeiten der Kreativität freien Lauf zu lassen. So müssen nicht mehrere Zeichenwerkzeuge und Hilfsmittel angeschafft werden, denn mit einem Grafiktablett und dem zugehörigen Eingabestift – der einem üblichen Kugelschreiber gleicht – oder auch den eigenen Fingern, können unterschiedliche Zeichentechniken auf unzähligen Oberflächen ausprobiert werden. Ein gutes Grafiktablett umfasst somit alle benötigten Malutensilien in einem Gerät zusammen.

Quelle: Pixabay.com

Mit einem Zeichentablett können Zeichnungen in digitaler Form erstellt werden. Diese bieten den Vorteil, dass sie direkt auf dem Computer abgespeichert werden können und jederzeit nach Belieben bearbeitet, korrigiert, und in verschiedenen Ausführungen beliebig oft gedruckt werden ohne das Original verändern zu müssen. Hinzu kommt die Möglichkeit, den Zeichenprozess mithilfe eines Zeichenprogrammes aufzuzeichnen.

Warum ein Grafiktablett?

Ein Zeichentablett ermöglicht sowohl Profis als auch Anfängern präziseres und angenehmeres Arbeiten durch die intuitive Haltung des Stifts. Das Zeichnen am PC wäre natürlich auch mit einer Maus möglich, jedoch re

cht unkomfortabel in der Praxis. Auch Smartphones oder andere herkömmliche Tabletts können als Ersatz herhalten, sind aber langfristig in den Punkten der Präzision und Drucksensitivität dem Grafiktablett unterlegen. Denn, das Grafiktablett gleicht in Sachen Präzision einem normalen Bleistift, womit im Gegensatz zu einer Maus, natürliche und kontrollierte Bewegungen möglich gemacht und sowohl dünne als auch dicke Linien durch das Ausüben von höherem oder niedrigerem Druck gezogen werden können.

Neben der grafischen Anwendung wie Adobe Photoshop kann das Grafiktablett ebenfalls als Maus- und Tasturersatz fungieren und ermöglicht die eigene Handschrift zu digitalisieren um z.B. E-Mails einen persönlichen Touch zu verleihen.

Welches Grafiktablett?

Grafiktabletts gibt es mit und ohne eigenen Bildschirm, in unterschiedlichen Größen, Farben und kommen in verschiedenen Auslösungen und Druckstufen.

Der Preis für ein Grafiktablett erstreckt sich über verschiedene Preisklassen. Günstige Modelle gibt es schon ab 30 Euro und sind hauptsächlich für kleine Skizzen und das Digitalisieren von Handschriften geeignet. Bei Zeichentabletts um die 70 bis 100 Euro können bereits gute Grafiken erstellt und bearbeitet werden.

Beim Kauf eines Grafiktabletts fürs Zeichnen sollten folgende Punkte in Erwägung gezogen werden:

Mit oder ohne Display

Hat das Grafiktablett seinen eigenen Bildschirm, so fällt das Zeichnen einfacher und intuitiver, da jede Linie direkt dort sichtbar wird, wo sie gezogen wurde, anstatt auf dem Computerbildschirm. Einige Grafiktabletts mit Bildschirm sind ebenfalls vollständig ohne Computer einsetzbar.

Größe der aktiven Fläche

Die aktive Fläche ist die tatsächlich zum Zeichnen nutzbare Fläche. Diese kann von der Größe A6 bis hin zu A4 oder A3 reichen.

Auflösung

Je höher die Auflösung, umso besser. Diese bestimmt die Präzision der Bewegungen mit dem Stift auf dem Tablett.

Druckempfindlichkeit

Eine höhere Druckempfindlichkeit bedeutet „echteres“ Zeichnen. Genauso wie mit Stift und Papier sorgt die Drucksensitivität beim Grafiktablett für die Strichbreite wenn mehr Druck ausgeübt wird.

Neigungswinkel

Genauso wie beim reellen Zeichnen spielt die Neigung des Stifts eine große Rolle für das Endergebnis. Dieser Effekt kann durch den Stylus nachgeahmt werden.

Multi-Touch Gesten zum Zoomen

Grafiktabletts sind sowohl für Rechts- also auch für Linkshänder geeignet. Momentaner Marktführer in Sachen Zeichentabletts ist die Marke Wacom, welche eine Vielzahl an Modellen unterschiedlicher Größe anbietet. Daneben gibt es andere Hersteller wie z.B. Huion, Aiptek oder Odys.

Welches Zeichenprogramm?

Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Zeichenprogrammen, die mit unterschiedlichen Mal- und Zeichenwerkzeugen ausgestattet sind. So können zum Beispiel verschiedene Stifte, Pinsel, Tusche oder Kreiden verwendet werden, wobei Strichbreite, Farbton und Farbintensität nach Bedarf und Geschmack variiert werden können. Gezeichnete Linien können dabei wie in der Realität verwischt oder wegradiert werden. Auch verschiedene Hintergründe – von schlichtem, weißen Papierhintergund bis hin zu bunten oder strukturierten Oberflächen – können ausgewählt werden. Dabei muss die Auswahl nicht schon direkt zu Beginn erfolgen. In der Regel ist es möglich immer wieder mit verschiedenen Werkzeugen und Hintergründen während des Zeichnens oder auch nachträglich zu experimentieren um der Zeichnung ihren letzten Schliff zu geben.  

Beliebte Zeichenprogramme sind zum Beispiel die beiden Open Source Programme GIMP aber auch MyPaint, Corell Draw Painter, Adobe Photoshop, Adobe Illustrator und ArtRage. Der Hersteller Wacom bietet zum Beispiel beim Kauf seiner Tabletts die Software ArtRage Lite kostenlos dazu und Online Programme zum Zeichnen und zur Handhabung sind mit inbegriffen.

Zusammengefasst: Lohnt sich ein Grafiktablett?

Wer sich ans digitale Zeichen heranwagen möchte, sollte definitiv den Kauf eines Grafiktabletts in Erwägung ziehen. Es bietet unzählige Möglichkeiten mit verschiedenen Kunstrichtungen zu experimentieren, kommt dem „echten“ Zeichnen sehr nahe und kann für Bildbearbeitungen und dem Digitalisieren der eigenen Handschrift verwendet werden.  Bereits günstige Modelle und Open Source Programme statten Anfänger mit guten Optionen zum Herantasten aus.

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